4 Fehler, die Du im digitalen Wandel vermeiden solltest

Die Corona-Krise hält an und obwohl die meisten Vermittler ihre Agenturen wieder öffnen dürfen, ist doch irgendwie alles anders. Viele haben die letzten Wochen intensiv dafür genutzt, ihren digitalen Wandel einzuleiten oder sich in Social Media etwas weiter auszuprobieren. Grundsätzlich ist jeder, der jetzt an seinem Unternehmen arbeitet und neue Distributionswege erprobt, auf dem richtigen Weg. Allerdings solltest Du die folgenden 4 Fehler im digitalen Wandel vermeiden.

1. Produktwerbung mit Content verwechseln

Viele Firmen packen in den sozialen Medien einfach nur den „digitalen Bauchladen“ aus und posten Werbung ihrer gesamtem Produktpalette rauf und runter. Dies widerspricht nicht nur allem, was wir je über Vertrieb gelernt haben. Es hindert vor allem auch daran, sich eine einzigartige Marke zu erschaffen. Beiträge àla : „Besonders lecker: Unsere Haftpflicht-Salami oder der zarte Kfz-Schinken!“, machen ein Unternehmen beliebig und austauschbar. Und bei austauschbaren Anbietern wird allerhöchstens dann gekauft, wenn sie den günstigsten Preis anbieten. In den sozialen Medien ist relevant, wer sich durch sein Personal Branding als Experte und Problemlöser für einen ganz speziellen Bereich positioniert. Aber Vorsicht mit zu viel Werbung! Etwas über Deine Leistungen zu berichten, sollte immer nur ein Teil Deines Auftritts sein. Viele Nutzer hingegen interessieren sich für die Insights einer Marke. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus? Wie bilden Deine Mitarbeiter sich weiter? Was kannst Du über die Interessen Deiner individuellen Zielgruppe (zum Beispiel Immobilien, Baby, Haustier, Selbstständigkeit) erzählen? Gerade Videobotschaften eignen sich super, um mit interessantem Content auf Dich aufmerksam zu machen. Probiere gerade hier Storytelling einzusetzen, um Dich von der Konkurrenz abzuheben. Deine Kunden werden es Dir danken!

2. Die breite Masse statt der richtigen Zielgruppe ansprechen

Weit verbreitet scheint immer noch zu sein, dass die Hauptaufgabe darin liegt, endlich diese sozialen Medien bedienen zu können und sich schnell eine große Follower-Anzahl aufzubauen. Weil man dann ja viele Menschen erreicht und schon irgendwie Leads generieren wird. Irrtum Nummer 1: Die Follower-Anzahl ist kein Erfolgsindikator. Reaktionen und Aktionen wie Kommentare, Shares und Klicks auf Deine Website hingegen sind messbare Ziele, denen Du wirklich entnimmst, dass Deine Beiträge gut ankommen. Außerdem gilt es Deiner Zielgruppe, Problemlösungen anzubieten, die diese benötigt. Eine Deiner Hauptaufgaben, bevor es mit den Aktivitäten in Social Media losgehen kann, lautet also zu herauszufinden, wer Deine Zielgruppe ist, was Deine Zielgruppe sich wünscht und auf welchem Kanal Du sie ansprechen kannst. Eine Recherche über die Interessen und das Verhalten von Zielgruppen kannst Du online über Social Media-Statistiken (zum Beispiel von Statista.com oder hootsuite.com) betreiben. Für Werbeanzeigen bei Facebook und Instagram bietet Dir der Business-Manager zahlreiche Optionen, Personen nach Demographie, Interessen, Verhalten oder Aufenthaltsort zu targetieren.

3. Mit alten Strukturen neue Wege einschlagen

Der digitale Wandel zieht sich durch das gesamte Unternehmen. Oft höre ich, dass Vermittler für Social Media oder die dafür erforderliche Schulung der Mitarbeiter keine Zeit haben. Das liegt auch daran, weil in anderen Bereichen noch nicht ausreichend mit Hilfe digitaler Werkzeuge gearbeitet wird. In 2020 muss keine Bürokraft mehr über einer Trefferliste mit 100 Kunden sitzen, um diese abzutelefonieren oder anzuschreiben. Heute wird von einem Algorithmus eine Trefferliste mit maximal 30 Kunden ermittelt, die affin für ein Beratungsgespräch sind. Dies funktioniert allerdings nur, wenn zuvor alle erforderlichen Datensätze zusammen getragen worden sind und eine korrekte Kundenklassifizierung durchgeführt wurde. So klappt´s dann auch mit der Terminierung. Und wenn ein Kunde doch mal keine Lust auf einen Termin hat? Nicht überreden, sondern vielleicht einfach einen Link zum Youtube-Video mit dem entsprechenden Thema schicken ?!

4. Träge Kundenkommunikation

Kundendialog von heute, bitte!

Vielleicht erinnerst Du dich noch an die Zeit vor Amazon und Co.? Als man eine Mail geschrieben hat und einfach darauf gewartet hat, dass irgendwann jemand antwortet? Heute hingegen wird man doch schon irgendwie ungeduldig, wenn man ein Unternehmen anschreibt und nicht direkt eine automatische Eingangsbestätigung zurück kommt, oder? Die Kunden haben heute einen deutlich höheren Anspruch an die Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen. Sie akzeptieren es nicht, ohne einen laufend aktualisierten Statusbericht, auf die Lösung ihres Problems zu warten. Die Kunden erwarten eine Echt-Zeit-Kommunikation. „Everything on demand“, lautet das Credo. Besonders attraktiv wird die Kommunikation durch den Einsatz von Messenger-Diensten und Online-Kalendern mit Terminbuchungsfunktion. Diese geben dem Kunden das gute Gefühl einer ständigen Erreichbarkeit – quasi Versicherung on demand.

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